27.10.09

27 10 2009

Leise Menschen, leise
Freundschaften, stille Worte,
stille Zeichen übertönen
lautstarkes Gerede, lautstarkes
Getue, überdauern die
Kurzlebigkeit
großer Versprechungen leerer
Gesten.

Margot Bickel


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21 Antworten

27 10 2009
gedankentheater - versuch einer inszenierung meines lebens

zwischentöne…

wenn du lange genug schweigen kannst wirst du die zwischentöne hören die das leben zwischen den zeilen schreibt……

27 10 2009
sunny11178

Lieber Michael,
Stille ist etwas, das in unserer modernen Gesellschaft scheinbar einen sehr schlechten Ruf hat. Warum sonst würde man immer und überall versuchen, sie zu übertönen? Doch gerade die Stille ist es, die uns neue Kraft schöpfen lässt. Deshalb zeigen sich auch in der Stille wahre Freundschaften.
LG Sunny

27 10 2009
Michael

„Stille ist etwas, das in unserer modernen Gesellschaft scheinbar einen sehr schlechten Ruf hat. Warum sonst würde man immer und überall versuchen, sie zu übertönen?“

Weil sie das elfte Gebot noch nicht kennen!

„Doch gerade die Stille ist es, die uns neue Kraft schöpfen lässt.“

Ganz meine Meinung:
http://weilwirunslieben.wordpress.com/2008/12/04/745/

„Deshalb zeigen sich auch in der Stille wahre Freundschaften.“

Aber nicht nur bzw. nicht immer.
Hab ich gerade eben in Deinem Blog geschrieben.

27 10 2009
sunny11178

Ich habs gesehen, danke :)

27 10 2009
freidenkerin

Nur wer still sein kann, kann auch wahr nehmen…

27 10 2009
skriptum

Je pompöser jemand etwas zum „besten“ gibt, desto weniger Gehör wird ihm üblicherweise geschenkt.

Wer das erst begriffen hat, wird sich zukünftig produktiver auszudrücken wissen. Hoffentlich … ;o)

27 10 2009
Michael

Frau Skriptum braucht das gottlob ja nicht zu lernen.
Die kann das schon lange…
;-)

27 10 2009
freidenkerin

Das wird aber zunehmends üblich, mit viel Lautstärke und Brimborium aufzutreten. Um zu kaschieren, wie wenig man im Grunde genommen zu sagen hat.

27 10 2009
Michael

Die haben sicher noch nichts von Dieter Nuhr gehört, der hat sich zu dem Thema mal ganz unmissverständlich geäußert.

27 10 2009
sunny11178

Damit provozierst du wieder eines meiner Lieblingszitate:
Ceux qui n’ont rien a dire parlent toujours trop fort.
Auf gut Deutsch: Wer nix zu sagen hat, redet immer zu laut.

27 10 2009
Erika

Lieber Michael,
in der Stille findet man zu sich selbst und den Zugang zu Gott/Ewigkeit.
Das erlebe ich gerade auch im Begleiten meiner Mutter.
ganz liebe Grüße von Erika
P.S. ich wollte meinen stillen Mann immer ändern, heute schätze ich seine Ruhe und Stille, weil ich ihn schätzen gelernt habe.Er hat schon immer eine Draht zur Natur und liebt es, wenn es ganz still um ihn ist. Nur konnte ich das früher nicht verstehen, wollte immer reden, Erleben. Jetzt genieße ich auch die Stille und bin dankbar für ALLES.

27 10 2009
Michael

Du verkennst Deinen Mann immer noch ein wenig, er ist doch ein Ornithopoet!
So wie Georg Jappe:

Anti-Zyklon

„ich hab Dir Tee gemacht es gibt auch Wein Und sprich Dir erstmal alles von der Seele Ich hör Dir zu bis über beide Ohren indessen Deine Hände wimpernlang im Auf und Abgehn ein Trapez erschwingen aus Netz und Niederung sich aufzuwerfen bis zum Kopfübersprung voll ins Vertrauen auf meine Arme lass Dich fallen lass Wir tauchen unter und wir tauchen auf Der Atem Wellenläufer auf dem Seegang Was auf der Seele lag ist losgesprochen Der Tee ist nun um einiges zu schwarz“

27 10 2009
sunny11178

Ja, Stille muss man oft lernen. Schweigen ist nur schlecht, wenn es Strafe sein soll. Oder zu Missverständnissen führt. Ansonsten lässt Stille viel mehr Nähe spüren…

27 10 2009
Erika

Oh ja, liebe Sunny, dieses Schweigen kenne ich auch, da habe ich auch schmerzende Erfahrungen hinter mir……
vielleicht muss man doch zwischen Schweigen und Stille unterscheiden??
Man kann in der Stille schweigen
aber still schweigen, wenn es überhaupt nicht passt…..
….. und vielleicht ein Wort noch was geklärt hätte……
ich bin jetzt lieber still
heute die Stille bei meiner Mama hat mich ganz ruhig und zufrieden gemacht, es war sehr schön bei ihr…
liebe Grüße Erika

27 10 2009
sunny11178

Du hast recht. Zwischen Schweigen und Stille ist ein sehr großer Unterschied, fast eine Kluft. Du hast das wunderbar formuliert.
Es freut mich, wenn die Stille für dich so positiv war.
Alles Liebe,
Sunny

27 10 2009
Erika

Der Poet lauscht den Stimmen statt von ihnen zu erzählen… Es sind nicht die Kraniche selbst, das Lauschen auf die Kraniche ist das poetische Ereignis
Ja, lieber Michael, das hatten wir mal von Georg Jappe
das trifft eher auf Ornithopoet zu
aber Deines ist auch klasse , ist es ist aus den laufenden Ungelegenheitsgedichten???
Grüße von Erika :-)

28 10 2009
Michael

Ja, das ist es!

Lieber Gruß!

2 11 2009
irodeschi

Sehr wahr, Frau Bickel.

2 11 2009
Michael

Sehr wahr, Frau irodeschi.
Was machen die Schuhe?

4 11 2009
irodeschi

*Flüstert, um das Schweigen und die Stille nicht zu stören*

Die Schuhe sind immer noch weg, aber ein Hoch auf die neuen Schuhe! Aber ich gebe zu, in langen Nächten, wenn die Uhr gnadenlos tickt, schweifen meine Gedanken schwärmerisch ab zu vergangenen Zeiten. Wehmütiger Blick in die Ferne…..(jetzt wollen wir mal nicht albern werden, Frau Iro!)

3 11 2009
bruni kantz

Schweig stille, mein Lieb,
damit ich dich hören kann.

Stille öffnet sich
und Schweigen spricht.

Nur der Stille offenbart sich
das Schweigen

und in der Stille ist es
gut zu verstehen.

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