Es war dunkel, als die Hirten auf dem Feld waren, dunkel und trostlos. Es war dunkel für alle, die am Rande der Gesellschaft lebten, abseits standen, dunkel und hoffnungslos. Es wurde hell, als der Engel den Hirten die "Frohe Botschaft" verkündete. Es wurde hell, als der Stern über Bethlehem stand. Es wurde hell, es rührte sich etwas bei allen, die in dem kleinen Kind den Retter erkannten. Wenn wir in den nächsten Tagen an der Krippe stehen, möge dieses Licht auch unsere Herzen erhellen und uns Hoffnung und Frieden schenken. Annegret Kronenberg
Weihnachten
24 12 2008Kommentare : 3 Kommentare »
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Raureif vor Weihnachten
23 12 2008
Das Christkind ist durch den Wald gegangen,
Sein Schleier blieb an den Zweigen hangen,
Da fror er fest in der Winterluft
Und glänzt heut’ morgen wie lauter Duft.
Ich gehe still durch des Christkind’s Garten,
Im Herzen regt sich ein süß Erwarten:
Ist schon die Erde so reich bedacht,
Was hat es mir da erst mitgebracht?
von Anna Ritter
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23.12.08
23 12 2008Wenn die Weihnachtsglocken läuten, wird selbst der Teufel milde.
Aus Tirol
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Ein Winterabend
22 12 2008
Wenn der Schnee ans Fenster fällt,
Lang die Abendglocke läutet,
Vielen ist der Tisch bereitet
Und das Haus ist wohl bestellt.
Mancher auf der Wanderschaft
Kommt ans Tor auf dunklen Pfaden.
Golden blüht der Baum der Gnaden
Aus der Erde kühlem Saft.
Wanderer tritt still herein;
Schmerz versteinerte die Schwelle.
Da erglänzt in reiner Helle
Auf dem Tische Brot und Wein.
(Georg Trakl)
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Rotkraut
21 12 2008Gibt es bei mir heute Mittag. Ess ich gerade im Winter so gerne, dass ich es da öfters mal mache. Immer selbstgemacht, ich finde es gar nicht so aufwändig.
Nehme mir dazu einen Kopf Rotkohl, den ich nicht hobele, sondern einigermassen fein schneide, einen säuerlichen Apfel, den ich schäle, entkerne und in kleine Würfel schnneide, ein wenig Speck, den ich in einem großen Topf auslasse und dann den Rotkohl darin kurz anschwitze. Anschließend lösche ich ab mit ein wenig Rotwein, so 150 ml, und ein wenig Balsamico, packe die Apfelwürfel, ein bis zwei Lorbeerblätter, einige Gewürznelken und Wacholderbeeren dazu und lasse das Ganze rund 25 Minuten köcheln. In der Zeit habe ich dann auch die verfärbten Finger wieder sauber, versuche dann, möglichst alle Nelken und Wacholderbeeren wieder rauszufischen, schmecke mit Salz und Pfeffer ab und gebe noch ein wenig Preiselbeer-Konfitüre dazu. Fertig!
Dazu sollte es eigentlich Entenbrust geben. Das ist mir aber erst gestern Abend eingefallen, und da habe ich keine mehr bekommen Was es gab: Putenrollbraten. Auch gut, dafür habe ich ein schönes Rezept, das mal in irgendeiner Frauenzeitschrift veröffentlicht wurde, ich glaube in der „Brigitte“. Putenrollbraten in Milch. Den Braten salzen und pfeffern, kräftig anbraten, dazu ein wenig Knoblauch und italienische Kräuter, mit Milch ablöschen (ungefähr ein 1/2 l) und evtl. noch ein wenig Marsala dazugeben. Dann je nach Größe des Bratens für rund eine bis anderthalb Stunden abgedeckt in den Backofen, bei Umluft rund 150 °C. Schmeckt sehr lecker, immer wieder schön, was es in Frauenzeitschriften so alles zu entdecken gibt.
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21.12.08
21 12 2008Weihnachten – das Bild mit den verschneiten Tannen ist ja sehr schön, aber ich habe immer nur Streß und Tränen erlebt.
Konstantin Wecker
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Winter
21 12 2008
Du lieber Frühling! Wohin bist du gegangen?
Noch schlägt mein Herz, was deine Vögel sangen.
Die ganze Welt war wie ein Blumenstrauß,
längst ist das aus!
Die ganze Welt ist jetzt, o weh,
Barfüßle im Schnee.
Die schwarzen Bäume stehn und frieren,
im Ofen die Bratäpfel musizieren,
das Dach hängt voll Eis.
Und doch: bald kehrst du wieder, ich weiß, ich weiß!
Bald kehrst du wieder,
o nur ein Weilchen,
und blaue Lieder
duften die Veilchen!
(Arno Holz)
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Zwischen…
20 12 2008… den Jahreszeiten
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Der Garten leert sich,
die Vögel ziehen
ihre Stimmen zurück, und
der überwachsene Stein
wird sichtbar.
Ich lerne das Frösteln
wieder,
lehne mich an
die Ziegelmauer,
sehe meinem Atem nach,
der nicht weit kommt,
und denke an den Sommer,
der mich ausstieß,
mich mit Schüttelfrost
winterfest machte
in den Nächten zwischen
den Jahreszeiten,
in denen ich die alten
Buchstaben vergass
und heute
noch nicht schreiben konnte.
Mühsam
beginne ich nun
zu reden,
schaue hinüber zu dir
und warte,
wie nach so langem Schweigen
die Antwort
ausfällt.
(Peter Härtling)
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WIND
19 12 2008
Kühler Abend ins Ungewisse
Anfang November. Die Welt hat Risse
Frost dringt hindurch. Es leidet
mein Freund. Ich denke
Worte an ihn. Sagen
Kann ich die Worte nicht.
Daß ihn kein Mitleid kränke.
Wenn eins vom andern scheidet,
Schmerzen selbst Freundesfragen.
Es hilft nicht, wenn man spricht.
Kalter Abend, von Norden kommt Wind.
Wohl denen, die beieinander sind.
(Eva Strittmatter)
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ZWISCHEN HERBST UND WINTER
18 12 2008
Die Krähen stehen im Baum und frieren.
Das Laub
ist gelb geworden, und ich glaub,
der Baum wird es verlieren.
Die süßen Zuckerrüben fahren
täglich in die Stadt.
Den frechen Staren, ganzen Scharen,
bleibt ein Kirschbaumblatt.
Die Störche sind auch abgereist,
eh sie den letzten Frosch verspeist.
In seinen Ufern ruht der See.
Erst gibt es Eis und später Schnee.
Der Sturm pflückt alle Äste leer,
er streut die Vögel wüst umher;
die Sterne tanzen, glitzern und
abends heult der Nebelhund.
Schnell rennt das Kind ins Dorf hinein,
da ihm die Ohren frieren;
es will am warmen Ofen sein.
Es schlägt voll Kraft das Brennholz klein
und schließt die Zimmertüren.
(Sarah Kirsch)
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