Mahlzeit unter Bäumen
Sitzen im gepflegten Schatten.
Luft kommt lau wie Milch gestrichen.
Kreis hat zauberisch sich gezogen,
Und die Hitze ist gewichen.
Sicheln, die wie Nattern zischten,
Klirrten am erschrockne Steine.
Grüne Glut drang aus der Wiese.
Distel biß am bloßen Beine.
Durch die Feuer der Kamille
Flohen wir auf blanker Sohle
Heuumwirbelt, in die Kühle
Von Lavendel und Viole.
Stille summt im Käferflügel.
Ruhn, vom Ahorn schwarz umgittert.
Auge schmerzt vom Staub der Kräuter,
Der im lauten Lichte zittert.
Und wir schneiden Brot und Käse.
Weißer Wein läuft uns am Kinne.
Des gelösten Geists der Pflaume,
Werden wir im Fleische inne.
Hände wandern überm Korbe.
Fester Mund, er ward verheißen.
Weiche Glieder, braun geschaffen,
Im bewegten Laube fließen.
Karl Krolow
Schön!
Und da ich noch einige Mangoldstiele übrig hatte, gibt es kein Käsebrot, sondern Magold-Schinken-Röllchen.
Dazu habe ich die Blattstiele in Butter und ein wenig Fleischbrühe gedünstet und jeweils drei Stiele in eine Scheibe Lachsschinken gewickelt, dazu ein wenig Creme fraiche, und schon ist die kleine Leckerei fertig.
Sie schmeckt ganz wunderbar, auch wenn sie absolut nicht zum heutigen Tag passt.
Der sollte nämlich eigentlich ganz im Zeichen des Brotes stehen, genauer gesagt des Butterbrotes.
Wirklich interessant finde ich, was ich dazu bei Wikipedia gefunden habe:
Für das klassische Butterbrot kann ein Ursprung im deutschen Kulturkreis angenommen werden. Johann Wolfgang Goethe ließ seinen Werther davon berichten, dass er mit einigen Kindern „das Butterbrod und die saure Milch teilte“. Über das Aussehen dieses Exemplars erfährt man nichts. Der Kontext suggeriert eine einfache Abendmahlzeit. Das Banale und Kärgliche des einfachen Butterbrots ist auch in Redensarten wie „für ein Butterbrot arbeiten“ (= unterbezahlt sein) oder „etwas für ein Butterbrot zu bekommen“ (= billig zu erstehen) oder „sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen“, erhalten.
Das deutsche Butterbrot gab und gibt es traditionell zum Frühstück (zum Abbeißen) und zum bürgerlichen Abendbrot als Grundlage zu Wurst, Käse usw. (mit Messer und Gabel gegessen) oder zum Abbeißen z.B. mit Handkäs mit Musik. Zudem eignete es sich zusammengeklappt als Proviant für Wanderer und als Pausen-Butterbrot – auch als Beilage zu Obst – sowohl für die arbeitende Bevölkerung als auch für Schulkinder.
In der Nachkriegszeit erfährt es als so genanntes Hasenbrot einen Bedeutungswandel: Nach dem Zweiten Weltkrieg zu Beginn der 1950er Jahre bekam der Ernährer der Familie oft die besten Stücke der rationierten Nahrung – d.h. auch Wurstbrote – als Verpflegung mit auf die Arbeit. Wenn der Vater es nicht gegessen hatte, durften es die Kinder am Abend verspeisen. Oftmals wird das Butterbrot auch mit verschiedenen Belägen verzehrt. Diese können z.B. Aufschnitt, Käse oder Marmelade sein.
Seit Toastbrot, Müsli und Cornflakes in Deutschland an Beliebtheit gewinnen, wird das Butterbrot immer mehr vom Frühstückstisch verdrängt. Als Zwischenmahlzeit wird es bei Schulkindern vermehrt durch Donuts, Hamburger und Pommes Frites ersetzt, bei der arbeitenden Bevölkerung ist ein warmes Mittagessen üblich geworden. Zum familiären Abendessen hat es sich bis zu einem gewissen Grade gehalten.
Zeitgenössische Kochbücher und die Angebote der Catering-Dienste zeugen von einer verfeinerten Kultivierung des belegten Brotes fürs Geschäftsessen sowie auf Partys und Festen. Diese Canapés werden zwar nicht „Butterbrot“ genannt, dennoch ähneln die Schnittchen diesem Produkt.
In der Literatur zu Naturkost wird das klassische Butterbrot ohne Belag derzeit erneut thematisiert unter den Aspekten der Vollwertigkeit selbst hergestellten Brotes und der Qualität der Butter artgerecht gehaltener Tiere.
Tag des Deutschen Butterbrotes
Seit 1999 erklärt die Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) einen Tag im September, den letzten Freitag des Monats, zum Tag des Deutschen Butterbrotes. Insbesondere Bäckereien machen an diesem Tag mit Werbeaktionen rund um Brot auf sich aufmerksam, auf Bahnhöfen verteilt die CMA Gratis-Butterbrote.
Fall des Butterbrots
Ein Butterbrot fällt fast immer auf die Butterseite. Häufig wird dies den Gesetzen von Murphy zugeschrieben, jedoch gibt es dafür physikalische wie psychologische Erklärungen. Jedenfalls erscheint die Redensart Minister fallen wie die Butterbrote: immer auf die gute Seite schon Anfang des 19. Jahrhunderts.
Diese Problematik wurde auch als Zuschauerfrage in der Sendung mit der Maus bearbeitet, die die Drehung zur Butterseite mit der Verschiebung des Gewichtsmittelpunktes durch den Butterauftrag erklärt. Besonders intensiv wird diese Wirkung beim versuchten Genuss von Marmeladen- oder Honig-Butterbroten.
Jüngere Versuchsreihen bringen das Phänomen mit der Fallhöhe des Butterbrots in Zusammenhang. In der Fernsehserie Mythbusters wurden diverse Toastscheiben von einem Tisch herunter geschoben. Hierbei fiel auf, dass die Brote tatsächlich häufiger auf der bestrichenen Seite fielen, da die Brotscheibe im Regelfall eine halbe Drehung vollführen kann.
Wurden die Scheiben hingegen aus derselben Höhe hochkant fallen gelassen, ergab sich ein zu erwartendes 50:50-Verhältnis. Testweise wurden auch Toastscheiben von einem Häuserdach (ca. 8 Meter) aus fallen gelassen. Auch hier ergab sich eine 50:50-Verteilung der aufschlagenden Seiten.


















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