Virginia Satir: Gefühle

11 07 2009

Kinder fühlen.
Erwachsene fühlen.
Männer fühlen.
Frauen fühlen.
Schwarze, braune, weiße, gelbe und rote Menschen fühlen.
Reiche fühlen.
Arme fühlen.
Juden, Buddhisten, Protestanten, Moslems, Katholiken und Hindus fühlen.
Menschen in Machtpositionen fühlen.
Machtlose Menschen fühlen.
Jeder Mensch fühlt.





Das Gleiche

15 12 2008

DAS GLEICHE

Der Hauch weht und flüstert,
der Sturm fegt und braust.
Doch es ist der gleiche Wind,
das gleiche Lied.

Das gleiche Wasser
tränkt uns und ertränkt,
trägt und begräbt.

Was lebt, verbraucht,
erhält sich und vernichtet,
beim einen wie beim anderen
getrieben von der gleichen Kraft.

Sie zählt.

Wem dienen dann die Unterschiede?

(Bert Hellinger)





…dadme la muerte que ma falta…

15 12 2008


…gib mir den Tod, den ich brauche…

 

Wir wissen, dass Beziehungen ins Schwanken geraten, genauso wie der Kajak des Inuit-Fischers, wenn die hoffnungs­frohe Erwartungsphase beendet ist und wir uns genauer anschauen, was da sonst noch am Angelhaken hängt. Das gilt ebenso für die Beziehung einer Mutter zu ihrem 18 Monate alten Kind wie für die Beziehung eines Elternpaars zu einem Halbwüchsigen beim Übergang in die Pubertät oder für die langjährige Ehe zwischen zwei Partnern oder eine kurze Lie­besaffäre. Wenn die honigsüße »Liebling-Phase« zu Ende geht, wird alles aufgewühlt, die Beziehung gerät in turbulentere Ge­wässer, denn nun werden lang gehegte Erwartungen enttäuscht, nun müssen liebgewonnene Illusionen sterben. Auf den ersten Liebesrausch folgt eine ernsthaftere Auseinandersetzung mit dem Gegenüber, ein intimeres Kennenlernen, bei dem alle Kraftreserven und alles, was wir an instinktivem Wissen besitzen, gebraucht werden.

 

In einer fortgeschrittenen Liebesbeziehung wird im Laufe der Zeit alles, aber auch alles, was man zu sein glaubt, auseinander genommen, abmontiert, inspiziert, entwirrt und schließlich, wenn man durchhält, noch einmal ordentlich durchgeknetet und dann erneuert. Das Ego wehrt sich dagegen, aber selbst das arbeitsscheueste Ego der Welt sieht irgendwann ein, dass es nicht anders geht. Wenn die Sehnsucht nach Gefühlstiefe und Wahrheit größer wird als die Arroganz des Egos, fühlt sich die Psyche unwiderstehlich zu den fortgeschrittenen Phasen der Liebe hingezogen.
Und was wird abmontiert? Was stirbt? Außer den Illusionen und Erwartungen auch die Habgier, die alles sofort und möglichst gleichzeitig haben will, ebenso wie das Verlangen nach einer »immer nur guten, schönen, lustigen Zeit miteinander«.

 

(aus: Die Wolfsfrau von Clarisss Pinkola Estés)





Meine persönlichen Ziele

5 12 2008

 

Ich möchte dich lieben, ohne mich anzuklammern;
Dich schätzen, ohne dich zu bewerten;
Mit dir zusammen sein,
ohne deine Grenzen zu verletzen;
Dich einladen, ohne von dir zu fordern;
Dich verlassen, ohne Schuldgefühle zu bekommen;
Dich kritisieren, ohne anzuklagen;
Dir helfen, ohne dich zu beleidigen.

Wenn ich das Gleiche auch von Dir bekommen kann,
dann können wir uns wirklich begegnen
und uns gegenseitig bereichern.

(Virginia Satir)





2 12 2008


„Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt“

Virginia Satir