Mein Name ist Michael Fehl.
In meinem Blog sammle ich - Gedichte, Zitate und ein paar eigene Gedanken. Die, die sich aus und in meinem Leben gerade so ergeben und manchmal nur so aus mir heraussprudeln. Nicht immer ganz ernst, sondern oft auch mit einem Augenzwinkern ;-)
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Hallo Michael,
ich finde Deinen Blog interessant und würde gern ab und zu aus meinem Gedichtfundus, aus meinen Lesefrüchten etwas beitragen. Ich wohne in der Brüder Grimm Stadt im Osten von Frankfurt und liebe alles, was Literatur, Lyrik, Sprachspiele, den Umgang mit Worten anbelangt.
Am Anfang mal etwas sehr Poetisches, ist aus einem Kinder-(Erwachsenen)buch mit Gedichten, das es leider nicht mehr gibt.
Ich kann nur Flöte spielen
und nur fünf Töne
Wenn ich sie an die Lippen hebe
kehren die Karawanen heim
und in dunklen Scharen die Vögel
Dann rudern die Fischer ans Ufer
und aus Morgenländern kommt duftend
der Abend zurück
Am Stamme des Ahorns lehn ich
im Schatten des Efeus
und sende mein Lied nach dir aus.
Paula Ludwig
Liebe Karin,
herzlich willkommen bei weilwirunslieben.
So, Du lebst also in der schönen Brüder-Grimm-Stadt im Osten von Frankfurt, die mit –au endet. Davon gib es zwei, ich nehme aber an, dass Du nicht das schöne Städtchen Steinau meinst, in dessen Nähe ich geboren und aufgewachsen bin, sondern in dem nicht ganz so weit östlich liegenden Hanau wohnst.
Das ich nicht ganz so schön finde, aber dafür kenne ich dort jemanden, der sehr schön ist. Von außen und von innen.
Das Gedicht von Paula Ludwig finde ich sehr schön. Auch wenn die nichts mit den Brüdern Grimm zu tun hatte, ich glaube sie war Österreicherin.
Du bist herzlich eingeladen, Deine Lesefrüchte hier auszustreuen.
Herzlicher Gruß
Michael
Guten Abend Michael,
ja ich wohne in Hanau-Kesselstadt und dort ist Hanau sehr schön: ein Schloß zur Rechten – ein Schloß zur Linken und mittendrin wohne ich auf einem Dach……
heute habe ich mal einen Ausspruch vom ollen Nietzsche ausgesucht:
Wer sich nicht auf der Schwelle des Augenblicks,
alle Vergangenheit vergessend,
niederlassen kann……,
der wird nie wissen, was Glück ist…
und noch schlimmer,
er wird nie etwas tun,
was andere glücklich macht.
Mit herzlichen Grüßen und Wünschen für ein schönes Wochenende
Karin
Wasser
Die vollkommenste Liebkosung
ist die Liebkosung des Wassers.
Ich möchte dir Wasser sein,
das dich umschließt und wiegt
und trägt.
Kleine Morgengabe
Früh in der Morgendämmerung
wird über meiner Stadt der Himmel
manchmal so apfelgrün,
daß ich ihn riechen kann.
Ich werde heue nacht nicht schlafen,
um ihn zur rechten Stunde zu pflücken
und in dein fernes Fenster zu legen,
daß er dir duftet.
beide von Christine Busta
Die beiden Gedichte finde ich wunderschön.
In ihnen liegt eine große Sehnsucht.
Christine Busta war eine Verfechterin der Liebe:
Unanfechtbar
Ich weiß:
sie werden über uns lächeln,
weil wir noch immer
Liebesbriefe und Liebesgedichte
schreiben.
Laß sie:
die Liebe ist
älter als wir.
Liebe und Sehnsucht sind fast gleich alt.
War es die Sehnsucht, die die Liebe suchte
oder war es die Liebe, die nach der
Sehnsucht Ausschau hielt?
An irgend ein Alter ist keine der beiden gebunden.
Die Jugend kennt Sehnsucht,
doch manchmal wird sie dir auch erst im Alter bewußt.
Es ist ein Gedicht voller Verstehen und Güte.
Ein Schloss zur Rechten und ein Schloss zur Linken – das klingt ja fast wie im Märchen…
Ich glaube ich kenne die beiden Schlösser, das eine namens Philippsruhe wegen der Brüder-Grimm-Märchenfestpsiele, die ich mit meinen Kindern öfters besucht habe, und das andere, Wilhelmsbad, wegen des schönen Landschaftsparks, dort war ich mal im Puppenmuseum und hab mir das schöne alte Karussell angeschaut. Wobei ich nicht genau weiß, ob das ein Schloss ist oder eine Burg.
Das Zitat macht mich sehr nachdenklich.
Guten Tag, Michael,
ja es sind Philippsruhe und Wilhelmsbad….wobei letzteres als Kuranlage gedacht war und das Puppenmuseum ist gerade neu renoviert und erweitert worden, das lohnt auch mit „großen“ Kindern und dort gibt es eine „Ruine“, die ein kleines Lustschloß des Erbprinzen war….zauberhaft…. , nur das Karussell ist im Moment eingerüstet….es lohnt also mal wieder ein Ausflug zu den Ossis….-:)))
jetzt zum Thema Liebe…..
…in der FAZ stand mal in einer Rezension zum Buch „Das Wetter vor 15 Jahren“ folgender Satz:
Die hohe Schule der Verführung läuft über die Sprache. Die schönste Kunst im alten immer neuen Spiel ist die Beiläufigkeit, ihre aufregendste Variante die Leichthändigkeit.
….mit Worten verführen lassen…welch aufregendes Spiel….
noch so ein Lesesplitter, aber beim Autor muß ich passen:
Sinnlichkeit und Himmel, ein in einer Umarmung vereinter Gedanke…..
ich fange erst an, in Deinem Blog zu stöbern…..lese mich fest, finde vieles wieder und kenne auch viel….. irgendwie ist es schön, daß ich Dich aufgestöbert habe…..
Karin
Okay, dann denke ich als großes Kind jetzt darüber nach, ob ich mal wieder einen Ausflug in den ganz nahen Osten mache.
Die Sätze aus der TAZ finde ich bemerkenswert, wobei ich das Buch selbst nur vom Hörensagen kenne, ich glaube es ist sehr verwoben (und der Autor schon wieder ein Österreicher
)
Und über die hohe Schule der Verführung mit Worten habe ich mich noch nicht intensiver beschäftigt. Wobei ich denke, dass da ganz sicher was dran ist. Gedichte (als eine Form von Sprache) können ja auch die gesamte Gefühls-Palette abdecken, von Trauer über Wut und Hass bis hin zur Liebe.
Schön, dass Du hier vieles findest, und interessant, dass Du vieles kennst. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob Du mich bzw. mein Weblog aufgestöbert hast oder ich Dir einen Hinweis darauf geliefert habe…
Michael,
zur Schwelle des Augenblicks….. dazu gehört sehr viel Mut…..und wir verbauen uns… meistens ….die Schwelle mit unserem ja….aber……
…so ist es im Leben und so ist es oft in der Liebe……
Karin
Das sehe ich ganz genau so.
Hiiiiiiiiiiiiilfe, Michael,
wie kann ich ein Gedicht einstellen ohne Kommentar, z.B. das folgende als Wort zum Sonntag -:))))
bin ja noch Blog-unerfahren -:)))
wenn es Dir gefällt, stellst Du es für mich unter den Sonntag ein? Thanks….
und schlafe gut in den Sonntag hinein…..
karin
Volker von Törne
MORGENGABE
Alles für dich
Die Sonne
Das Meer
Der Tag
Und die Nacht
Am Weinstock
Die Trauben
Die Möwen
Im Wind
Des Himmels
Wechselnde
Farben
Der Ölbaum
Die Erde
Der Fels
Das Wasser
Im Brunnen
Das Brot
Und das Salz
Der Duft
Der Zitronen
Alles für dich
Alles für dich
Du möchtest ein Gedicht einstellen ohne Kommentar?
Das geht jetzt nicht ganz so einfach, Gäste eines Blogs dürfen lediglich kommentieren, nur der Blogwart darf Artikel veröffentlichen.
Oder ich müsste Dich als Co-Autorin einstellen, was bei Deinem reichen Gedichte-Fundus vielleicht gar keine schlechte Idee wäre.
Ob die dann aber alle (in etwa) in meinem Sinne wären?
Das muss ich noch mal überschlafen..
Hallo Michael,
also so jungen Männern möchte ich ja nicht den Schlaf rauben…..aber ich bin ja noch blogunerfahren und muß die Usancen erst verinnerlichen…..
laß es mal so wie es ist und wenn Dir dann etwas von mir gefällt …an Gedichten… dann kannst Du es ja besonders erwähnen o.ä….
Du hast mich heute gefragt, woher ich Dich kenne…..überhaupt nicht….ich habe ein bestimmtes Gedicht gesucht, das ich als Lesefrucht weiterreichen wollte und da hat mich das geliebte google zu Dir geführt….
..und da ich ja ein neugieriges…nein bei Frauen heißt das wißbegieriges, Weibsbild bin…habe ich anschließend gestöbert und war begeistert…auch von der Mixtur Ernst, Spaß und Spiel….Du nennst es Augenzwinkern…..die Vogelgrippe breitet sich bereits epedemieartig aus -:))) und ich beneide Dich nachträglich um den gestrigen Abend (wo war der??)
ich bin eine Leseratte, ein Bücherwurm seit Kindheitstagen und die sind schon sehr lange her, habe eine kleine Buchhandlung ohne Ladengeschäft mit mir als bestem Kunden und liebe u.a. alles, was mit Buchstaben, Worten, Wörtern zu tun hat. Diese Buchhandlung war aber nur Hobby…vom Buchverkauf kann weder Mann noch Frau heute leben….
Du hast ganz unterschiedliche Menschen in Deinem Blog…auch das ist schön…ich habe gestern das Gedicht von arsfendi gelesen….beneidenswert. Ich dichte zwar auch ab und zu, aber eher slapstickmäßig so in der Art der Vogelgrippe und immer personenbezogen, also nicht für die Allgemeinheit bestimmt.
….im übrigen…es war ein Satz……mit dem Du mich auch hier eingefangen hast….. Du kennst jemand in Hanau, der ist „innen und außen schön“….
wenn das keine Liebeserklärung ist oder war -:))))…hoffentlich hat es diejenige auch gelesen…..
..ich habe vor Jahrzehnten angefangen, mir Texte, die mich berühren, in eine , inzwischen sind es mehrere, Kladden zu schreiben, und komischerweise….ich komme immer wieder auf sie zurück……
Hast Du Deine blumige Aufräumaktion heute beendet……das steht mir auf der Dachterrasse noch bevor……aber zu allem kommt auch nach und nach Lesestoff……
ich wünsche dem Blogwart…was ein schreckliches Wort…ich schreibe lieber Dir einen schönen spätherbstlich warmen Sonntagabend
Karin
Hallo Karin,
keine Angst, um den Schlaf hast Du mich nicht gebracht, auch wenn meine letzte Nacht ein wenig unruhig war.
Ich hätte schwören können, dass Du mich kennst, aus dem richtigen Leben sozusagen, aber da bin ich wohl einer Verwechslung aufgesessen.
Die Vogelgrippe hat Dir gefallen?
Das erstaunt mich ein wenig, freut mich aber. Thomas Gsella war am Samstagabend zu Gast im Kulturpalast in Wiesbaden, vor einem leider viel zu kleinen, aber dafür restlos begeisterten Publikum.
Schade, dass Deine Buchhandlung kein Ladengeschäft hat, sonst wär ich bei meinem nächsten Besuch in Hanau zum Stöbern vorbeigekommen.
Dass hier ganz unterschiedliche Menschen lesen und kommentieren, finde ich wunderbar. Auch ich selbst bin auf ganz unterschiedlichen Blogs unterwegs, die jeweils unterschiedlichen Kommentare werfen oft ganz andere Perspektiven auf und können sehr bereichernd sein.
Meine blumige Aufräumaktion habe ich nicht ganz beendet. Es sind noch ein paar kleinere Sommerblumen übrig und die Tomatenpflanzen, die immer noch reichlich Früchte tragen. Irgendwann hatte ich dann auch keine Lust mehr, sondern hab das schöne Wetter zu einem Spaziergang genutzt. Pilze hab ich dabei auch gefunden, zwar keine Steinpilze, sondern „nur“ Parasole, aber die waren gebacken ein Hochgenuss.
Blogwart ist wirklich ein blödes Wort, sollte ein Scherz sein, war aber ein schlechter.
Ich wünsch Dir einen schönen spätsommerlich vorherbstlichen Montagabend.
Lieber Michael,
zu dem nachstehenden Gedicht von Lilly Sauter hätte ich gern Deine (und die der anderen Herumtreiber in Deinem Blog-:)))Meinung, weil der Schluß mir zu denken gibt…..
Ich lasse mein Bild….
Ich lasse mein Bild in deinen Augen -
du wirst es sehen, wenn du die Lider schließt.
Ich lasse meine Stimme in deinen Ohren-
du wirst sie hören, wenn dich die Stille umgibt.
Ich lasse mein Herz in deinem Herzen -
es wird Dir Antwort geben, wenn Du es rufst.
In deinen geöffneten Armen lasse ich nichts -
und du wirst Schatten greifen, wenn du sie ausstreckst….
ohjeh…schon wieder ‘ne Österreicherin -:)))
Du bekommst meine Meinung, bitte lass mir ein wenig Zeit dafür.
Der Schluss gibt auch mir zu denken…
Ich denke immer noch darüber nach.
Vielleicht gehört es in die gleiche Kategorie wie diese beiden:
Lass mich an deinen Lippen trinken,
denn an Munden trank ich mit Verzicht.
Lass mich nicht in deine Arme sinken,
denn mich fassen Arme nicht.
Rainer Maria Rilke
Wer das Anschauen / nicht bricht / sieht nichts.
Cees Nooteboom
Michael,
ja das Rilkegedicht drückt dasselbe aus….
Arme können auch Fesseln sein, die Vereinnahmung ausdrücken..das Festhalten, aber auch fest halten als ein Symbol für Geborgenheit, aufgefangen werden , daher meine zwiespältigen Gefühle..
@Bruni:
Liebe Bruni,
aus mir völlig unerfindlichen Gründen landest Du immer mal wieder im Spam.
Was mir Leid tut.
Schön hast Du das ausgedrückt!
Lieber Michael, liebe Bruni,
je älter ich werde, umso größer wird meine Sehnsucht …und Bustas Gedichte, die ja getragen werden von ihrer wunderbaren erlebten Altersliebe strahlen eine solche Innigkeit und Tiefe aus…..sie be…rühren…. und ich kann Michael nur bestätigen…..Bruni Dein Kommentar paßte wunderbar dazu…..
Sehnsucht und Altersliebe – da bist Du ja genau richtig hier auf diesem Blog!
dann kommt jetzt mal passend zum Abend ein Sehnsuchtsliebesgedicht von der Ulla Hahn -:)))
Bildlich gesprochen
Wär ich ein Baum, ich wüchse
dir in die hohle Hand
und wärst du das Meer ich baute
dir weiße Burgen aus Sand.
Wärst du eine Blume ich grübe
dich mit allen Wurzeln aus.
Wär ich ein Feuer ich legte
in sanfte Asche dein Haus.
Wär ich eine Nixe ich saugte
dich auf den Grund hinab
und wärst du ein Stern ich knallte
dich vom Himmel ab.
ein Sternschnuppenregengefunkel in Deine Klause und schlaf heute Nacht besser…aber mir ging es gestern ähnlich….wer weiß, was da wieder für athmosphärische Störungen in der Luft lagen….
Karin
Ein schönes Gedicht.
Wobei es gleichzeitig auch ein wenig radikal ist. In Sachen abknallen.
Das Sternschnuppengefunkel hatte ich, habe gestern Abend, nein vorgestern war es, die tollste Sternschnuppe meines Lebens gesehen. Die war echt ein Knaller, schräg über den Nachthimmel ziehend, als hätte sie jemand abgeschossen, wie eine Rakete.
Gut geschlafen habe ich danach aber dennoch nicht.
Vermutlich die atmosphärischen Störungen.
das ist so ähnlich wie zum Fressen gern haben….ähnlich radikal…-:))) Die Ulla hat oft viel Doppeldeutiges in ihren Gedichten….heute Abend kommst davon nochmal eine Kostprobe….aber jetzt ist die Sonne endlch da und da geht es raus Sonne tanken…..
und diese Sternschnuppe….die habe ich extra für Dich geordert -:)))
sind die aS wenigstens zweibeinig -:))))
sonnige Grüße
karin
Guten Morgen Michael,
Du bist ja auch ein Gärtner!!!!-:))) Ich habe 13 Jahre einen wasserlosen Schrebergarten in ein Vogel- und Rosenparadies verwandelt und mußte ihn aufgeben, weil die jetzige Dachterrasse auch in einen Dachgarten verwandelt wurde, es wäre zuviel geworden. Der Nachfolger hat den Garten innerhalb eines Tages dem Erdboden gleichgemacht…er wollte Gemüse ziehen…..ich habe geheult wie ein Schloßhund… 72 Rosensorten…den Kräutergarten….
kannst Du Dir vorstellen, wie mein Herz geblutet hat…jetzt habe ich nur noch Fotos als Erinnerung.
apropos Fotos..ich wollte ein Rosensträußchen von der Dachterrasse hier reinstellen, habe das aber noch nicht geschafft….. weiß nicht..wie geht -:)))
könnte ich Dir das evtl. an Deine emali-Adresse senden und wenn es Dir gefällt, stellst Du es ein….???
Und was Deinen Vorschlag zur Bücherbesichtigung anbelangt….. Du kannst gern stöbern kommen…ich habe auch wunderbare Bildbände und Gartenbücher…alles im Eigenbestand und Du kannst sie nur ansehen…nicht kaufen…das müßte ich dann erst bei meinem Sortimenter bestellen…falls sie noch lieferbar sind….
..ich war auch auf der Malvenseite…..wuuuuuunderschön….. -:)))
Sunny in Regenbsurg ist zu beneiden mit ihrer Sonne, auf dem Dach herrscht noch dicker Nebel….aber sind wir mal optimistisch -:)))
Regensburg ist eine zauberhafte Stadt, meine Tochter hat dort ihre Banklehre vor dem Studium gemacht……
neblige Grüße
Karin
Ja, Frau Hahn verarbeitet oft Mehrdeutiges, aber manchmal sind ihre Gedichte auch sehr einfach und klar. Ich lese sie gerne, besonders „So offen die Welt.“
Vielen Dank für die Sternschnuppenbestellung, und ja, die aS sind zweibeiniger Natur.
Ja, ich bin Gärtner. Mit Leib und Seele. Habe dern Beruf vor mehrt als 20 Jahren erlernt, und auch wenn ich mich danach beruflich etwas anders orientiert habe, hat mich das Gärtnern nie verlassen, sondern mein ganzes Leben begleitet.
Deine Tränen wegen zerstörter Rosen- und Kräuterbeete kann ich nachvollziehen.
Die Fotos kannst Du mir gerne per Mail senden, bei der Gelegenheit schaust Du sicher auch mal in Dein Postfach.
Bücherbesichtigung klingt wunderbar, pass bloss auf, dass ich nicht bald darauf bestehe!
Und Sunny beneiden wir heute doch nicht wirklich, zumindest nicht wegen des Wetters in Regensburg, das hiesige ist nämlich auch klasse.
stehe auf dem Schlauch…… hat sicher mit dem heutigen Sonnenbaden zu tun….
in welches Postfach soll ich schauen….habe ich eins hier auf Deinem Blog oder meinst Du das angegebene zum Kommentieren… und wie kann ich Dir die Fotos senden????
….und was die Bücher anbelangt….nur viiiiiieeeel Zeit mitbringen, ich habe so ca. 2.000 -:)))), darfst auch gern das zweibeinige aS mitbringen…..
jetzt zur Ulla
Befehlsform
Mein Haar
Ein Netzwerk
Verstrick dich
Mein Mund
Labbyrinth
Verrenn dich
Meine Haut
Nesselhemd
Verbrenn
Meine Augen
Zwei Seen
Ersauf
Meine Brüst
Schöne Hügel
Ruhe sanft
und das zweite mit doppeldeutigem Schluß
Rondo
Komm zu mir geh
es ist ein Spiel
das ich mit dir
jetzt spielen will
Hab keine Angst
du bleibst so frei
wie du es willst
ganz einerlei
was du verlierst
Gewinn so viel
wie nichts
steht auf dem Spiel.
Jetzt klär mich bitte auf wegen der Mailerei…..und heute kannst Du wieder auf Sternschnuppenjagd gehen……
Karin
Du Michael,
ich entdecke gerade, daß unter meiner angegebenen Mailadresse keine Mails mehr ankommen bei yahoo…..ich habe das gleiche Pseudonym auch bei aol.de, solltest Du evtl. dorthin Post gesandt haben, dann versuche es nochmal bei aol.
sorry
Liebe Karin,
ich habe Dir vor einigen Tagen eine Nachricht gesandt, an das yahoo-Postfach. Die ging zwar bei mir ohne Meckern raus, ist aber offensichtlich versandet, ich werde es noch mal bei AOL versuchen.
Die Fotos kannst Du mir an das gmx-Postfach senden (steht im Impressum).
Die Bücher schaue ich mir gerne an. Zeit werde ich mitbringen, aber wohl kein aS – wüsste momentan nicht welches…
Und die Gedichte von Ulla Hahn sind klasse!
Lieber Michael,
Fotos sind schon seit gestern unterwegs….. und Deine Post habe ich auch erhalten….., aber heute muß ich mit Gedichtkost geizen…hole ich aber nach…..
sommersonnige Grüße
Karin
@Karin:
Genau diese zwiespältigen Gefühle kenne ich – in der Liebe.
Jetzt befallen sie mich aber auch ein wenig wegen der Fotos – es sind keine angekommen.
Frühherbstlicher Gruß
Michael
Michael,
Du bist ja auch ein Brecht-Fan…da hätte ich ein Fundstück anzubieten, vielleicht kennst Du es ja schon…aber auf der Brechtseite paßte es nicht irgendwo in die Kommentare rein…
Das erste Sonett
Als wir zerfielen einst in du und ich
Und unsere Betten standen hier und dort
Ernannten wir ein unauffällig Wort
Das sollte heißen: ich berühre dich.
Es scheint: solch Redens Freude sei gering
Denn das Berühren selbst ist unersetzlich
Doch wenigstens wurd „sie“ so unverletzlich
Und aufgespart wie ein gepfändet Ding.
Blieb zugeeignet und wurd doch entzogen
War nicht zu brauchen und war doch vorhanden
War wohl nicht da, doch wenigstens nicht fort
Und wenn um uns die fremden Leute standen
Gebrauchten wir geläufig dieses Wort
Und wußten gleich: wir waren uns gewogen.
Ja liebe Karin, ich bin auch ein ausgesprochener Brecht-Fan.
Kenne daher auch viele seiner Sonette – wobei Du ja ein relativ harmloses ausgesucht hast
Lieber Michael,
die „frechen“ habt Ihr ja schon verarbeitet….als Mann war Brecht ja Frauen gegenüber sehr rücksichtslos, aber seine Gedichte und die Geschichten vom Herrn Keuner und seine Dramen sind nach wie vor gut zu lesen……
im Frankfurter Schauspiel zur Buckwitzära …warst Du da schon auf der Welt -?:))) haben wir wunderbare Aufführungen gesehen, damals natürlich ein Skandalon…..
ich betreibe gerade mal so ein wenig Blütenlese querbeet und da kam mir eben die Kaschnitz unter und dann habe ich die Belli bei Dir für mich entdeckt….. die kannte ich nocht gar nicht….so was….-:))))
und zum Abend und Einschlafen noch zwei Rilke
Ein Gedicht, aus Worten gemacht.
Wo kommen die Worte her?
Aus den Fugen wie Asseln,
Aus dem Maistrauch wie Blüten,
Aus dem Feuer wie Pfiffe,
Was mir zufällt, nehm ich,
Es zu kämmen gegen den Strich,
Es zu paaren widernatürlich,
Es nackt zu scheren,
In Lauge zu waschen
Mein Wort
Meine Taube, mein Fremdling
Von den Lippen zerrissen,
Vom Atem gestoßen,
In den Flugsand geschrieben
Mit seinesgleichen
Mit seinesungleichen
Zeile für Zeile,
Meine eigene Wüste
Zeile für Zeile
Mein Paradies.
Marie Luise Kaschnitz
Zum Einschlafen zu sagen
Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte dich wiegen und kleinsingen
und begleiten schlafaus und schlafein.
Ich möchte der Einzige sein im Haus,
der wüsste: die Nacht war kalt.
Und möchte horchen herein und hinaus
in dich, in die Welt, in den Wald.
Die Uhren rufen sich schlagend an,
und man sieht der Zeit auf den Grund.
Und unten geht noch ein fremder Mann
und stört einen fremden Hund.
Dahinter wird Stille. Ich habe groß
die Augen auf dich gelegt;
und sie halten dich sanft und lassen dich los,
wenn ein Ding sich im Dunkel bewegt.
Abend
Der Abend wechselt langsam die Gewänder,
die ihm ein Rand von alten Bäumen hält;
du schaust: und von dir scheiden sich die Länder,
ein himmelfahrendes und eins, das fällt;
und lassen dich, zu keinem ganz gehörend,
nicht ganz so dunkel wie das Haus, das schweigt,
nicht ganz so sicher Ewiges beschwörend
wie das, was Stern wird jede Nacht und steigt –
und lassen dir (unsäglich zu entwirrn)
dein Leben bang und riesenhaft und reifend,
so daß es, bald begrenzt und bald begreifend,
abwechselnd Stein in dir wird und Gestirn.
für heute Guten Abend und Gute Nacht
Karin
Liebe Karin,
Buckwitz kenne ich nur vom Hörensagen, ich würde sagen, dass ich gegen Ende seiner Zeit in Frankfurt bestimmt schon in den Kondergarten ging.
Das Gedicht von Marie Luise Kaschnitz ist wunderschön, ebenso wie die beiden von Rilke (das zweite hätte ich in den nächsten Tagen auch veröffentlicht), und wenn Du Gioconda Belli bisher nicht kanntest, wird es aber höchste Zeit!
da hast Du Recht….. mit der Belli…ich habe sie inzwischen im net entdeckt, aber leider kann man sie nicht kopieren -:))) bekommt mein Sortimenter morgen zum Buch von Bruni auch noch den Auftrag für Bücher von ihr…..
typisch lateinamerikanische Wortschwelgerei und von einer Ausdrucksgewalt….zum Niederknien….
ich glaub, wir müssen mal ein Blogtreffen veranstalten, uns alle zusammen ein Häuschen mieten und dann lesen wir uns gegenseitig vor….
ich war mal in einer Lesung mit Ulla Hahn und ihrem Mann, dem Herrn Dohnanyi… toll…er eine summ-summ-Stimme…die Damenwelt lag ihm zu Füßen und sie sehr artikuliert, aber nüchterner…da erzählten die Beiden, daß sie über die Weihnachtsfeiertage zu Freunden nach Amerika fahren auf eine Hütte und sich ab dem Spätnachmittag gegenseitig Gedichte vorläsen…. war ich irgendie futterneidisch -:))))
Ja, die Frau Belli verfügt über Sprachgewalt (haben die Lateinamerikaner wohl ein wenig an sich), und ist auch sonst sehr streitbar, den ein oder anderen Skandal hat sie mit ihren Gedichten jedenfalls verursacht.
Im Gegensatz zu Frau Hahn, die mit ihrem Herrn Dohnanyi lieber Gedichte vorliest.
Bitte entschuldige, dass sich beim Gedanken daran bei mir komische Assoziationen einstellen. Ich habe mal die Bekanntschaft einer Dame gemacht, die davon träumte, neben mir auf dem Sofa zu liegen und von mir Gedichte vorgelesen zu bekommen. Was sich damals nicht unbedingt mit meinen Intentionen deckte…